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Luther in Bad Hersfeld

Es war am 2. April 1521, dem Dienstag nach Ostern, als Martin Luther sich in Wittenberg auf den Weg machte, um einer Vorladung  Kaiser Karl V zum Reichstag nach Worms zu folgen. Es begleiten ihn sein Freund Amsdorf, der pommersche Edelmann Peter Swaven und ein Ordensbruder namens Johann Petzensteiner. Der Wittenberger Magistrat lieferte Wagen und Pferde. Der Weg führte von Wittenberg über Leipzig durch Thüringen über Naumburg bis Eisenach. Dann südwärts über Berka, HERSFELD, Grünberg, Friedberg, Frankfurt und Oppenheim nach Worms. Der Reichsherold Kaspar Sturm ritt diesem Gefährt voraus, wodurch es noch mehr Aufmerksamkeit erregte, als eben durch die Tatsache, dass Martin Luther, dessen Name inzwischen überall bekannt war, nun persönlich angeschaut werden konnte. Auf dem Reichstag zu Worms verweigerte Luther den von Kaiser Karl V. geforderten Widerruf seiner Lehre. Er hob damit eine Welt aus den Angeln. Das Mittelalter war vorbei, die Neuzeit hatte begonnen. Die Reformation Luthers und ihre Folgen haben die geistesgeschichtliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung Deutschlands und Europas völlig verändert.

1983 wird der fünfhundertste Geburtstag Martin Luthers gefeiert. BAD HERSFELD kann sich glücklich schätzen, dass die Stiftskirche, die jetzige Stiftsruine, eine der wenigen von Luther besuchten Stätten ist, die im Bereich der Bundesrepublik Deutschland liegen.

Am Freitag, dem 26. April 1521, reiste Luther aus Worms ab. Auf dem Rückweg kam er wieder nach HERSFELD. Abt Krato empfing ihn am 1. Mai bei seinem Schloss EICHHOF. Er begleitete ihn mit großem Gefolge bis zur Stadtgrenze am Johannestor, wo Luther vom Bürgermeister und dem Rat der Stadt begrüßt wurde. Auf Einladung des Abtes übernachtete er im Schloss EICHHOF, wo heute des Lutherzimmer zu besichtigen ist.

Der EICHHOF, einst „Schloss zu den Eichen“ genannt, wurde von Abt Ludwig von Mansbach 1328 begonnen und von Abt Berthold von Völkershausen 1372 vollendet. In den zahlreichen Zerwürfnissen der Stadt bot die befestigte Burg den Äbten einen guten Schutz. Im Jahre 1378 in der „Vitalisnacht“ versuchten die Hersfelder Bürger vergebens die Burg zu erstürmen, wo sich der Abt mit seinen Anhängern nach dem misslungenen Versuch, die Stadt in seine Gewalt zu bringen, verschanzt hatte. Der drittletzte Abt des Hersfelder Klosters, Ludwig Landau, baute das Schloss um. Fachwerkgeschosse und Renaissancegiebel wurden aufgesetzt und ein Festsaal mit einer Galerie der Bilder seiner 59 Vorgänger wurde geschaffen.

Nach dem 30-jährigen Krieg wurde der EICHHOF zum Sommersitz des Landgrafen von Hessen. Im letzten Jahrhundert war der EICHHOF preußische Domäne.Seit 1952 dient das ehemalige Wasserschloss der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Grünlandschaft und Futterbau als würdige Residenz.

Voraussichtlich am Morgen des 2. Mai 1521, um 5.00 Uhr morgens, predigte Luther vor wenigen geladenen Gästen auf Einladung des Abtes in der Stiftskirche in Hersfeld. Vor seiner Abreise in Worms war ihm verboten worden, auf der Rückreise zu predigen. Abt Krato wischte jedoch dieses Bedenken beiseite und bat Luther, trotz des Verbots zu predigen. Damit stand die Stiftskirche zum letzten mal in einen Zusammenhang, der für die weitere Entwicklung Deutschlands und Europas von Bedeutung war.

Die überaus freundliche Aufnahme, die Luther in HERSFELD erlebt hatte, war wohl der Grund dafür, dass er die Kontakte zu der Stadt in den folgenden Jahren nie ganz abreißen ließ. Zur Zeit der Bauernkriege (1525) machte er sich in einem Brief an den Hofprediger des Hessischen Landgrafen in Kassel zum Fürsprecher für den in Spangenberg internierten Hersfelder Bürgermeister Otto Sass. Dieser wurde nach der endgültigen Niederwerfung des Bauernaufstandes nicht wie damals üblich mit dem Beil hingerichtet, sondern „nur“ des Landes verwiesen.

Ein letztes Mal sind Kontakte Martin Luthers zu HERSFELD durch die Freundschaft mit Balthasar Raid bekannt. Raid wurde 1525 Pfarrer an der hiesigen Stadtkirche und war ein Förderer der Reformation in HERSFELD.

 


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